Die Kirche                                                                                                                                                                                                                            

Die ehemals den frühchristlichen Märtyrern Johannes und Paulus geweihte Weisenheimer Kirche dürfte gegen Ende des 12. Jahrhunderts erbaut worden sein. 1283 verkaufte Ritter Konrad von Reichenbach das Patronatsrecht an das Wormser Domstift.

Um 1300 wurden der gotische Chor, der Triumphbogen und das gotische Portal errichtet. Bald danach entstanden die seit der Reformation unter der Tünche liegende Wandmalerei eines Christophorus, ein Malereifragment an der Nordseite sowie die Geburtsszene neben dem Triumphbogen. Gegen 1420/30 wurden die Chorfenster fast um die Hälfte zugemauert, um Flächen für einen Passionszyklus zu erhalten. Die während der Reformation übertünchten Wandmalereien wurden mit Ausnahme des Christopherus 1928 freigelegt und restauriert.

Eine um 1500 an der Südseite des Chores errichtete Sakristei ist nicht mehr erhalten. Nach der Reformation erhielt die Kirche die heute noch existierende Westempore, 1611 eine bei der Renovierung 1928 entfernte Nordempore. 1726 errichtete man den Turm. In den zwei folgenden Jahren wurde das Langhaus barockisiert : Das Einziehen des Spiegelgewölbes erforderte die Erhöhung des Kirchenschiffs; das Barockportal und die neuen Fenster veränderten das Aussehen der Kirche, die bis zur Renovierung 1965/68 verputzt war.

 

Weitere Informationen über die Baugeschichte der evangelischen Kirche Weisenheim am Berg finden Sie in dem im Verlag Schnell & Steiner GmbH, Regensburg, erschienenen Kunstführer Nr.2614; Näheres im "Shop".

Gerne bieten wir auch Führungen für Gruppen in der Kirche an und vermitteln nach Voranmeldung geeignete Kirchenführer.  Bitte setzen Sie sich mit dem Pfarramt in Verbindung (Fon. 06353-7482) oder E-Mail: pfarramt.weisenheim.am.berg@evkirchepfalz.de. Die Kirche ist barrierefrei zugänglich.